Straßenbau

Die Kategorie Straßenbau bündelt Materialien für die Verarbeitung im Asphaltbau und für den Schichtenverbund. Dazu zählen Bitumenemulsionen und Voranstriche, Fugenbänder für Naht- und Anschlussstellen, Nahtkleber und Randversiegelung für saubere Übergänge, Fugenverguss-Materialien, Trennmittel für den Asphalteinbau, Kalkmilch als Schutz angespritzter Flächen vor Bindemittelaustrag, Asphaltarmierungen zur Verstärkung und Rissreduzierung im Asphaltoberbau sowie Fahrbahnmarkierung mit vorgefertigten Thermoplastik-Elementen.

Käufer sind Straßenbauunternehmen, Generalunternehmer und kommunale Auftraggeber. Liefermengen reichen vom Eimer-Voranstrich bis zur Palettenbestellung für größere Bauabschnitte. Lieferzeit, Tagesleistung und die Koordination der Baustellenlogistik sind in der Praxis oft die kritischen Faktoren.

Unterkategorien

Mehr über Straßenbau

Was die Kategorie Straßenbau abdeckt

Unter Straßenbau sind hier die Materialien zusammengefasst, die beim Neubau, bei der Deckenerneuerung und beim Ausbau von Verkehrsflächen verarbeitet werden. Der Schwerpunkt liegt auf allem, was den Schichtenverbund herstellt, Nähte und Anschlüsse dicht hält und die eingebaute Decke gegen frühe Rissbildung schützt. Gebraucht werden sie überall dort, wo Asphalt eingebaut wird, vom Radweg bis zur Bundesstraße.

Anders als in der Erhaltung geht es hier selten um einzelne Schadstellen, sondern um Mengen, die zu einem Bauablauf passen müssen. Entscheidend ist deshalb, dass das Material zum geplanten Einbautag auf der Baustelle steht, und nicht allein, was es kostet.

Welche Unterkategorie für welche Bauaufgabe

  • Schichtenverbund und Voranstrich: Bitumenemulsion. Die Emulsion verbindet die Asphaltschichten miteinander und wird je nach Aufgabe als Haftkleber, als Voranstrich auf ungebundenen Schichten oder für Oberflächenbehandlungen eingesetzt.
  • Nähte, Anschlüsse und Bauteilanschlüsse: Fugenbänder. Sie werden vor dem Einbau der angrenzenden Schicht aufgeklebt und dichten die Naht dauerhaft ab.
  • Randabschlüsse und saubere Übergänge: Nahtkleber und Randversiegelung für Anschlüsse an Bordsteine, Rinnen und Bestandsflächen.
  • Bewegliche Fugen mit Vergussmasse: Fugenverguss, wenn eine Fuge nicht überklebt, sondern ausgegossen wird.
  • Asphalteinbau und Gerätepflege: Trennmittel, damit Mischgut nicht an Muldenkipper, Schaufeln und Werkzeugen anhaftet.
  • Verstärkung und Rissreduzierung: Asphaltarmierungen, meist als Gitter oder Vlies, bei Aufbauten auf gerissenem Bestand oder bei höherer Beanspruchung.
  • Schutz angespritzter Flächen: Kalkmilch, die auf die mit Bitumenemulsion angespritzte Fläche gesprüht wird, damit Baustellenfahrzeuge das Bindemittel nicht mit den Reifen austragen.
  • Markierung der fertigen Fläche: Fahrbahnmarkierung mit den zugehörigen Materialien und Hilfsmitteln.

Einige dieser Produkte werden im Bauablauf leicht übersehen, entscheiden aber über die Haltbarkeit der fertigen Fläche. Das gilt vor allem für den Schichtenverbund und für die Behandlung der Nähte. Beides ist auf der frisch eingebauten Decke nicht sichtbar und zeigt sich erst nach der ersten Winterperiode. Wer die Positionen im Leistungsverzeichnis vollständig abbildet und die Materialien rechtzeitig disponiert, vermeidet den häufigsten Grund für frühe Nacharbeiten.

Straßenbau: worauf es bei der Auswahl ankommt

  • Einbausituation. Ob eine Naht geklebt, gebandet oder vergossen wird, hängt von Lage, Breite und zu erwartender Bewegung ab. Für die Arbeitsnaht zwischen zwei Einbaubahnen gelten andere Anforderungen als für den Anschluss an ein Bauwerk.
  • Untergrund. Bitumenemulsionen unterscheiden sich in Brechverhalten und Bindemittelgehalt. Welche Variante passt, ergibt sich aus dem Untergrund und dem Verwendungszweck, nicht aus dem, was gerade im Lager steht.
  • Zeitfenster. Voranstriche brauchen Zeit zum Brechen, bevor eingebaut werden darf. Wer das übergeht, verliert Verbund, und der Schaden zeigt sich erst nach der ersten Frostperiode.
  • Menge und Anlieferung. Kleingebinde für die Nacharbeit und lose Lieferung für die Spritzrampe stellen unterschiedliche Anforderungen an Lagerung und Anlieferung. Klären Sie Gebinde, Liefergebiet und Termin frühzeitig, insbesondere in der Hauptsaison.
  • Verarbeitungstechnik. Spritzrampe, Kocher oder Handverarbeitung stellen unterschiedliche Anforderungen an das Material. Die passende Technik gehört zur Materialentscheidung dazu.

Regelwerksbezug

Maßgeblich sind im Asphaltstraßenbau vor allem die ZTV Asphalt-StB, für Fugen und Nähte ergänzend die TL Fug-StB und die ZTV Fug-StB, für Bitumenemulsionen die TL BE-StB. Bei Arbeiten unter Verkehr gilt zusätzlich RSA 21 für die Verkehrssicherung. Welche Regelwerke im konkreten Fall vertraglich vereinbart sind, ergibt sich aus dem Leistungsverzeichnis. Datenblätter und Nachweise stehen auf den jeweiligen Produktseiten und lassen sich direkt für Ihre Dokumentation verwenden.

Einbaumaterial passend zum Bauabschnitt bestellen

Auf RoadPartner bieten mehrere Anbieter Materialien für den Asphalteinbau an, mit Gebindegrößen, technischen Angaben und Liefergebiet. Ein typischer Anlass ist die Disposition eines Einbauabschnitts: Emulsion für den Schichtenverbund, Fugenband für die Längsnaht und Trennmittel für Mulden und Werkzeug werden zum selben Einbautag gebraucht. Nach der Anmeldung sehen Sie die für Sie gültigen Preise und bestellen direkt, ohne den Umweg über Telefon und Mail. Bauunternehmen registrieren sich ebenso kostenlos wie Kommunen und Straßenmeistereien.

Häufige Fragen

Wofür braucht man Bitumenemulsion im Straßenbau?
Bitumenemulsion stellt den Verbund zwischen den Asphaltschichten her und wird vor dem Einbau der nächsten Schicht aufgespritzt. Daneben dient sie als Voranstrich auf ungebundenen Schichten und als Bindemittel für Oberflächenbehandlungen. Welche Variante passt, richtet sich nach Untergrund, Verwendungszweck und dem geforderten Brechverhalten.
Welche Materialien braucht man für Nähte und Anschlüsse im Asphaltbau?
Für Nähte zwischen zwei Einbaubahnen und für Anschlüsse an Bordsteine, Rinnen und Einbauten kommen vor allem Fugenbänder und Nahtkleber infrage, die vor dem Einbau an die Flanke gebracht werden. Fugen, die Bewegungen aufnehmen müssen, etwa an Betonbauteilen, werden dagegen mit Vergussmasse gefüllt. Welche Lösung gefordert ist, steht in der Regel im Leistungsverzeichnis.
Wann ist eine Asphaltarmierung sinnvoll?
Armierungen kommen vor allem dann infrage, wenn auf einen gerissenen oder inhomogenen Bestand aufgebaut wird und die Risse nicht in die neue Deckschicht durchschlagen sollen. Auch bei erhöhter Beanspruchung oder Übergängen zwischen unterschiedlichen Aufbauten werden sie eingesetzt. Die Auswahl von Gitter oder Vlies und die Einbauvorgaben gehören in die Planung, nicht erst auf die Baustelle.
Welche Menge Voranstrich wird pro Quadratmeter angesetzt?
Die Auftragsmenge hängt von Untergrund, Rautiefe und Verwendungszweck ab und wird im Leistungsverzeichnis oder im Datenblatt vorgegeben. Zu wenig Material kostet Verbund, zu viel führt zu Anhaftungen und Ausbluten. Verbindlich ist immer die Angabe des jeweiligen Produkts in Verbindung mit der vertraglichen Vorgabe.

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